Sonntag, 26. Juni 2016

Aus der Schublade

Lang lang ist's her das hier was kam.

Mit einem Beitrag zu Fees "Aus der Schublade"-Kategorie möchte ich mich aber wieder zurück melden. Man hat ja eigentlich viel zu viele Fotos in der Schublade, die man leider nie heraus kramt. Heute dürfen sie aber mal ans Licht. Auch wenn sie nicht so professionell aussehen wie Fees geniale Fotos - zeigen will ich sie trotzdem mal :)

Paris






Italien







Lissabon




Südtirol



Hamburg






Montag, 25. April 2016

Halbmarathon Adieu - von Höhen und Tiefen!

Der Grund warum letztes Wochenende kein Trainingsrückblick kam ist einfach, aber bitter:
Ich war / bin krank! Schon wieder! Das dritte Mal in 4 Wochen! Und das heißt: der Traum vom Halbmarathon am ersten Mai ist geplatzt (vorerst).


Aber von vorne:

Aus dem Skiurlaub hab ich eine Erkältung mitgebracht, so richtig mit Fieber und allem drum und dran. Ich dachte ich hätte mich bei jemanden angesteckt und dass das ja mal ganz normal ist. Ein Woche lag ich komplett flach.
Dann hab ich langsam mit Yoga wieder angefangen und als das gut ging, hab ich eine Woche normal auf den Halbmarathon trainiert. Aus dem 6-Wochen-Trainingsplan hab ich mir einen 4-Wochen-Plan geschneidert und alle Trainingseinheiten durchgezogen.
Der lange Lauf am Wochenende war wie beschrieben wirklich schwer. Ich hab mich komplett ausgelaugt gefühlt und an dem Tag gar nicht mehr richtig erholt. Am Abend kam dann wieder Fieber und Schüttelfrost, die Nacht war sehr unruhig und am nächsten Morgen war ich wieder richtig erkältet. Fieber, Nase zu, Husten und Schüttelfrost - schon wieder.
Also ab zum Arzt. Die Ärztin hat dann einen Bluttest angeordnet, um meine Eisenwerte zu überprüfen. Da kam dann das Schlamassel. Zwei Leberwerte erhöht, Eisen zu niedrig und die Muskelenzymwerte viel zu hoch, das hieß Sportpause und Eisentabletten. Vor allem die erhöhten Muskelenzymwerte haben meiner Ärztin Sorgen gemacht und mir auch. Ich hab mich zwar erschöpft gefühlt, aber nicht so wie meine Werte das zeigten. Und da fiel ich so richtig in ein Loch (was man auch am Post der letzten Woche gut merken kann) - ich hatte das Gefühl, dass ich mich auf nichts mehr verlassen kann. Ich hab mir doch so gewünscht endlich einen Halbmarathon zu laufen und mich dann auch darauf gefreut. Die Kollegen aus dem Verein, die Stadt und das Datum hätte eigentlich super gepasst und dann macht mein Körper nicht mit. Für mich hat es sich so angefühlt, als ob ich nie wieder Sport machen könnte.
Die nächste Woche kam dann gleich der nächste Hammer mit einer Kehlkopfentzündung. Damit hat sich die Sportpause natürlich noch weiter ausgedehnt und ich war dann bei 10 Tagen ohne Sport.
Der nächste Bluttest gab zum Glück Entwarnung. Die Leberwerte, die Muskelenzymwerte und das Eisen haben sich wieder eingependelt. Aber die Entzündungswerte waren erhöht, also eigentlich Antibiotikum - meine Ärztin ist da aber zum Glück sehr zurück haltend mit dem Verschreiben. Lieber sollte sich mein Körper noch erholen. Ich hab mich also geschont und versucht die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Viel Tee, viel Pause und kein Stress.
Die Sportpause dauert jetzt schon 15 Tage und ich werde wohl noch 1 - 2 Tage pausieren, bis der Husten wirklich komplett weg ist. Es fällt mir immer noch schwer, wirklich zu akzeptieren, dass der Halbmarathon nichts wird und ich nur im Publikum stehen werde. Aber es kommen andere Halbmarathons und Gesundheit geht nun mal vor.
In der Zeit ohne Sport konnte ich über einiges nachdenken und hab bemerkt, dass ich mich wirklich wieder mehr um mich und meine Gesundheit kümmern sollte.
Deswegen hab ich mich wieder für Yoga angemeldet, wenigstens einmal in der Woche will ich Sport machen bei dem es nicht um Geschwindigkeit und Kilometer geht, nicht darum dass man schneller oder weiter kommt als andere, nicht darum, dass man sich mit irgendwem vergleicht, auch nicht mit sich selbst.
Das mach ich dann nur für mich! Und alles andere ist erstmal nicht wichtig.



Sonntag, 17. April 2016

Einmal Fernbeziehung und zurück, bitte!

4,5 Jahre haben wir jetzt in einer Fernbeziehung gelebt. Es war das Übliche, ich bin zum Studium weg gegangen, er blieb, weil er hier verwurzelt ist und einen guten Job hat.

Anfangs war die Fernbeziehung natürlich schwierig. Wir mussten erst heraus finden, wie wir unsere Wochenenden gemeinsam verbringen, wie viel Zeit noch für andere Menschen und Aktivitäten bleibt und wer wen wie oft besucht. Aber irgendwann hat sich das eingespielt und es war nicht mehr so schwer wie am Anfang. Das Vermissen war immer noch da, aber man konnte es leichter ertragen, weil man wusste, wie das nächste Wochenende aussieht und dass es ein nächstes Wochenende gibt.
Die Wochenenden waren dann immer wie eine kleine Pause, ein kleiner Urlaub vom Alltag. Ich habe versucht alles was erledigt werden muss, vor dem Wochenende zu schaffen, damit Nichts das besondere schöne Wochenende zerstören kann.

Und jetzt ist das da, auf das wir 4,5 Jahre gewartet haben. Wir wohnen zusammen in einer Wohnung.

Mein Studium ist vorbei und ich wohne wieder in meiner Heimatstadt. Hier bin ich aufgewachsen, hier wohnen meine Eltern, hier kannte ich eigentlich viele Menschen. Und das womit ich nie gerechnet hätte, ist eingetreten, ich wünsche mir die Fernbeziehung zurück. Im Moment weiß ich nicht, wie ich unsere Leben zu einem gemeinsamen Leben zusammen fügen kann.



Er lebt einfach weiter wie bisher, die gleichen Termine, die gleichen Aktivitäten, die gleichen Freunde. Als wäre ich immer noch 300 Kilometer weit weg.
Ich versuche verzweifelt eine Routine aufzubauen und den Mut aufzubringen mich irgendwo zu bewerben. Alte Freunde sind nicht mehr viele übrig und Hobbies müssen erst wieder neu entdeckt werden. Ich schwebe zwischen dem Altbekannten und dem Neuankommen.
Traurig, dass wir in unserer Fernbeziehung mehr geredet haben als jetzt. Der abendliche Telefontermin war ein fester Bestandteil. Der andere wurde auf den neuesten Stand gebracht, um am Leben des anderen teilnehmen zu können. Jetzt sind wir eigentlich ein Teil des anderen, aber doch nicht zusammen. Gespräche drehen sich darum was man einkauft und wer was putzt. So weit dass wir gemeinsam Termine besprechen, kommt es gar nicht. Mein Freund macht seine Termine, trägt sie in den Kalender ein und ich soll es akzeptieren.
Gerade könnte ich auch Single sein. Bis auf das wir gemeinsam im gleichen Bett schlafen, fühlt es sich nämlich nicht mehr nach einer Beziehung an und das macht mich, in einer im Moment eh schon unsichereren Lebenssituation, ganz schön kaputt. Ich habe Angst, dass uns das kaputt macht.


Sonntag, 10. April 2016

Halbmarathon-Training

Jetzt ist also die erste Woche richtiges Training für den Halbmarathon vorbei. Sechsmal hab ich diese Woche Sport gemacht und ich merke heute wirklich fast jeden Muskel am Körper. Trotzdem bin ich insgesamt relativ zufrieden mit dem Training.



Montag:
Montag Morgen 7 Uhr - eigentlich gar nicht meine Zeit zum Laufen, aber die Gelegenheit muss man mal nutzen. 7 Kilometer in ganz lockerem (und langsamen) Tempo. Dafür dass es so früh war, war es eigentlich ganz gut. Der Puls war sogar mal in einem normalen Bereich für einen Morgenlauf. Normalerweise hüpft er um diese Uhrzeit so bald ich mich irgendwie bewege, total noch oben. Aber so war es doch ein Herzkreislauftraining, also alles wie geplant. Und die Natur sieht um diese Zeit tatsächlich sehr schön aus.

Dienstag:
Wenn man kein Auto hat, fährt man Rad. Insgesamt 1,5 Stunden Rad fahren einmal zu meinen Eltern und wieder zurück. Also mit einer entspannten Pause dazwischen. Immer mit Gegenwind, dafür flach. Auch wieder ein Herzkreislauftraining, beim Weg zurück hatte ich einen höheren Puls, weil ich mich ein bisschen beeilt hab, aber alles noch im Rahmen.



Mittwoch:
Intervalltraining mit dem Verein. 3 x 2000 Meter in 6:10 Minuten standen auf dem Programm. Das erste Intervall war ich viel zu schnell, weil ich mich verrechnet habe. Laufen und gleichzeitig Zwischenzeiten im Kopf rechnen kann ich nicht besonders gut. Dafür waren das zweite und dritte Intervall fast in der perfekten Zeit und gar nicht so schlimm wie gedacht, am Schluss wurden die Beine aber schon ziemlich schwer. Nach dem Mittagessen war mir eigentlich ziemlich übel, das Laufen ging dann doch erstaunlich gut. Insgesamt waren es fast 10 Kilometer.

Donnerstag:
Nach 3 Jahren mal wieder ab aufs Pferd. 1 Stunde Reiten. Erstaunlich dass man gleichzeitig so viel und so wenig verlernen kann. Manche Sachen haben wie von alleine funktioniert und andere so gar nicht. Aber ich denke das kann nur besser werden.

Freitag:
Buuumm - Muskelkater. Reiten ist dann doch eine ungewöhnliche Belastung. Also ein lockerer Lauf am Abend, wieder im Herzkreislaufbereich und eher langsam. Locker wäre aber anders gewesen, meine Beine waren wie zwei Steine, die ich nur mit viel Mühe vorwärts bewegen konnte. Immerhin 5,5 Kilometer.



Samstag:
Trainingspause mit Reifen wechseln und Auto putzen, war auch nötig, die Beine hatten sich nämlich noch nicht wieder erholt.

Sonntag:
Der Muskelkater will irgendwie nicht weniger werden und breitet sich langsam aus. Aber ein langer Lauf am Wochenende ist wohl Pflicht im Halbmarathon-Training. 12 Kilometer, wieder sehr langsam. Das war der "schlimmste" Lauf der Woche. Ich war unmotiviert, hatte keine Lust und die Beine waren immer noch ziemlich schwer. Wäre mein Freund nicht dabei gewesen, hätte ich es wohl nicht durchgezogen und er musste dafür auch noch meine Laune ertragen. Merke also: wenn ich keine Lust habe, lieber alleine laufen gehen.

Fazit:
So viele Kilometer wie diese Woche war ich lange nicht mehr laufen und das merke ich auch definitiv in den Beinen. In der nächsten Woche sollte ich also die Tage zwischen den Läufen irgendwie regenerativer gestalten. Gedehnt habe ich mich heute ausgiebig und heute Abend gehts noch auf die Black Roll, um wirklich die letzten Reste des Muskelkaters wegzurollen. Und dann geht es hoffentlich voller Motivation in die nächste Woche Training.


Mittwoch, 6. April 2016

Halbmarathon - here I come

Da ist also die Anmeldung durch.
01. Mai 2016 das soll das Datum für meinen ersten Halbmarathon sein. Fühlt sich ein bisschen so an, als ob ich das Datum für meine Hochzeit festlege (zumindest denke ich, dass sich das so anfühlt ;)



Die Vorbereitung läuft so mittelmäßig. Ich war eine Woche im Skiurlaub, hatte meine Sport-BHs vergessen, konnte also nicht laufen gehen und bin dann auch noch krank geworden, so dass ich in der Woche danach auch nicht laufen konnte.
Jetzt habe ich noch 4 Wochen.
4 Wochen Halbmarathon-Vorbereitung sind eigentlich nicht genug. Deswegen hab ich meine heimlichen Zeitpläne schon mal ganz weit in meinem Kopf vergraben. Hauptsache heil im Ziel ankommen ist das neue Motto.



So ganz grob halte ich mich an den 6 Wochen Plan von Steffny und stöpsel mir da was für 4 Wochen zusammen und dann werden wir sehen, ob das klappt.

Neue Laufschuhe habe ich auch bestellt. Zur Motivation und um die lange Strecke auf Asphalt auch gut zu überstehen. In der Vorbereitung auf meine 10-Kilometer-Läufe im letzten Jahr hatte ich nämlich immer mal wieder leichte Knieschmerzen. Die haben sich durch Dehnen und die Blackroll immer wieder verzogen, aber ich will es ja nicht herausfordern. Die Adidas Solar RNR sind es geworden. Da bin ich jetzt schon gespannt, wie es sich mit ihnen läuft.


Freitag, 25. März 2016

Meine Lieblings-Fitness-Channel

Seit circa 3 Jahren trainiere ich jetzt schon zuhause mit Youtube-Videos. Mal Yoga, mal HIIT, mal irgendwas zum Ausprobieren.

Das sind meine Lieblings-Fitness-Channel/Videos

Fitnessblender
Egal was man machen möchte, Fitnessblender hat definitiv ein Workout dafür. Die Videos sind professionell produziert und man kann seine eigene Musik laufen lassen, was ich super finde.


Blogilates
Cassey hat mittlerweile ihre eigene Klamottenlinie, es gibt Yoga-Matten und einen monatlichen Workout-Kalender für den immer die aktuellsten Playlists online gestellt werden. Die Workouts sind relativ kurz und dadurch perfekt für zwischen durch.



Jillian Michaels
Wer kennt sie nicht ;) wenn man Jillian Michaels bei Youtube eingibt kommen 350.000 Ergebnisse. Von ihr gibt es auch Workouts für jedes Körperteil und zu vielen verschiedenen Sportarten. Ich mag am liebsten das "Yoga Meltdown".


Hat jemand noch Tipps welche Videos ich mal ausprobieren sollte? Ich bin da immer offen für alles :)


Montag, 21. März 2016

Die letzte Woche Vegan for fit

Die 30 Tage sind vorbei

Ich muss zugeben, in der letzten Woche habe ich mir sehr viele Ausnahmen gegönnt. Sonntags gab es morgens Brötchen vom Bäcker mit einem Ei vom Bauernhof, als wir unter der Woche beim Italiener bestellt haben waren die Nudeln natürlich nicht Vollkorn und es stand nirgends dabei, dass sie immer mit Käse überbacken sind.



So lange ich zuhause kochen und essen kann, fällt mir das vegane Essen weniger schwer. Einzig der Zuckerverzicht ist wirklich sehr sehr hart und es hat sich hier und da mal ein Stück dunkle Schokolade da zwischen geschummelt. Oder eine Tafel vegane Schokolade in den Einkaufswagen.



Wenn man unterwegs ist, braucht man schon eine gute Vorbereitung, damit das mit dem Essen auch so hinhaut. Ich habe jetzt noch konsequenter immer einen Apfel dabei, um über den schlimmsten Hunger hinweg zu kommen.



Außerdem habe ich die App "Codecheck" auf dem Handy, damit muss ich nicht immer selbst jedes Etikett bis ins kleinste Detail lesen, sondern kann das einfach einscannen und die App sagt mir, ob es vegan ist oder nicht. Etiketten lesen mache ich jetzt trotzdem viel gründlicher als vorher und bin immer wieder erstaunt, wo eigentlich überall tierische Produkte und vor allem Zucker drin sind.



Das Endergebnis ist für mich, dass ich versuchen möchte zuhause größten Teils vegan zu essen und Fleisch wirklich nur zu essen, wenn es aus einer ökologisch und ethisch korrekten Haltung kommt. Da bietet das Landleben mit den vielen Bauernhöfen tatsächlich mal einen Vorteil zur Stadt, beim Bauern direkt einkaufen und die Haltungsbedingungen der Tiere vor Ort ansehen zu können, schlägt wohl jeden Supermarkt.

Freitag, 18. März 2016

Halbmarathon - die Qual der Wahl

Quelle: Google


Zwei Läufe habe ich jetzt im Auge, allein das löst schon Druck bei mir aus. Beide Ende April/Anfang Mai. Bis jetzt kann ich mich nicht entscheiden welchen ich mitlaufen will.
Reicht die Zeit überhaupt aus bis dahin? Nehm ich mir da nicht ein bisschen viel vor? Ist das jetzt falscher Ehrgeiz oder kann ich das schaffen? An welchem Lauf soll ich teilnehmen?


Der Lauf Ende April hat für mich die perfekte Startzeit, 17.30 Uhr am Abend. Dafür müssten wir ca 1,5 Stunden da hin fahren. Und ich wäre alleine mit meinem Freund da. Keiner im Publikum den ich kenne, wahrscheinlich keine Läufer die ich kenne. Hat natürlich den Vorteil, dass man sich voll und ganz auf sich selbst konzentrieren kann. Aber ist man dann nicht vielleicht auch ein bisschen einsam?

Der Lauf Anfang Mai geht morgens los, um 11 Uhr, aber für mich fällt das definitiv noch in den Vormittag und das ist eigentlich gar keine Laufzeit für mich. Dafür laufen aus unserem Verein ein paar Leute mit und er ist in der Nachbarstadt. Manche laufen mit genauen Zeitvorstellungen, andere einfach um den Halbmarathon zu laufen. Lasse ich mich dann zu sehr mitziehen von den anderen oder motiviert es mich, wenn ich auf der Strecke und im Publikum immer wieder Leute sehe, die ich kenne?



Ich denke darüber jetzt schon seit 1 Woche nach und bin noch zu keiner Entscheidung gekommen. Was eigentlich immer wieder mein Problem ist. Ich habe einen Plan im Kopf, sehe irgendwo eine Möglichkeit und kann mich dann aber nicht zu einer Entscheidung durchringen.
Bei der Suche nach Arbeit ist das ähnlich: Ich habe letzte Woche ein Stellenangebot gesehen, das ich interessant fand. Bis ich mich aber entschieden habe, wirklich meine Bewerbung hinzuschicken, war es schon wieder weg.



Mein Ziel ist also: einfach entscheiden! Ein bisschen hab ich schon damit angefangen: die letzten zwei Tage kamen 2 Pakete für mich an, ich hab mich einfach mal "spontan" für einen Laufrucksack und Klamotten entschieden. Sehr untypisch für mich, aber eigentlich auch mal ganz schön.
Klar ist es sinnvoll bei großen Entscheidungen erst einmal gründlich nachzudenken, aber im Alltag kann ich das Nachdenken definitiv ein bisschen zurück schrauben. Öfter mal spontan entscheiden, der Bauch weiß ja oft was er will und der Kopf zerdenkt es mir dann wieder.


Samstag, 12. März 2016

Bulletjournal - wie ich mein Leben so plane



Mittlerweile hat das Bulletjournal ganz schön an Bekanntschaft gewonnen. Ich habe es vor circa 2 Jahren als super Methode entdeckt, meinen Alltag produktiver zu gestalten. Da habe ich es dann auch konsequent zur Examensvorbereitung angewandt. Im Anschluss ist die Motivation dafür leider wieder etwas verschwunden. Vor einem halben Jahr habe ich sie aber wieder gefunden und seitdem viele Tage mit meinem Bulletjournal geplant. Und ja, wenn ich es verwende, bin ich definitiv produktiver.



Index
Den mache ich in jeden Bulletjournal wieder ganz brav auf die erste Seite, aber eigentlich verwende ich ihn gar nicht so richtig. Meine Orientierung im Bulletjournal sind kleine Post-Its, die auf der Seite des aktuellen Monats und dem jeweiligen Tag kleben, das ist für mich einfacher, als jedes Mal wieder vorne nachzuschlagen. Uni-Termine gibt es dann noch ein Extra-Post-It, das immer auf die aktuelle wichtigen Liste hinweist.

6-Monats-Übersicht
Die habe ich in meinem aktuellen Bulletjournal zum ersten Mal, ich dachte, dass sie gerade um Dinge für den Umzug zu planen sehr praktisch sein könnte. Ich habe sie aber noch nicht sehr ausführlich genutzt. Es stehen nur ein bis zwei Sachen für jeden Monat darin und die notiere ich mir auch nochmal in der jeweiligen Monat-Task-Liste. Die 6-Monats-Übersicht ist also nichts für mich.



Monatsübersicht
Angefangen habe ich ganz klassisch mit der Monatsübersicht und den monatlichen Tasks. In manchen Monaten kann ich schon direkt am Anfang des Monats die komplette Übersicht ausfüllen, manchmal füllt sie sich aber erst im Laufe des Monats. Mir bietet sie einen Überblick was in dem Monat konkret ansteht, so kann ich Dinge langfristiger vorbereiten und kann kurzfristige Sachen sehr gut vermeiden.



Wochenplan
Jede Woche gibt es einen Kasten, in dem die wichtigsten Ziele / Gewohnheiten, die ich in der Woche schaffen will, aufgeschrieben sind. Dort kann ich dann abhaken, wenn ich die Sachen am jeweiligen Tag gemacht habe und sehe am Ende der Woche genau, was ich geschafft habe und was nicht. Es gibt auch ein +/- Feld für positives oder negatives Feedback und der eigentliche Plan war, mich zu "belohnen", wenn ich etwas so durchgezogen habe wie geplant. So richtig funktioniert das aber noch nicht für mich. Ich hab mir einfach noch keine"Belohnungen" und "Strafen" überlegt und weiß auch gar nicht, ob das für mich der richtige Weg ist.


"Tagesplan"
Seit ich auch mein Essen plane besteht mein Tagesplan aus dem Datum, den jeweiligen Gerichten des Tages und dann einfach aus einer Übersicht was für den Tag geplant ist. Ich schreibe mir auch eigentlich "unwichtige" Aufgaben mit auf, weil es mir einfach ein sehr gutes Gefühl gibt, wenn ich Dinge wegstreichen kann. Also steht da auch schon mal "Abspülen" und "Wäsche" dabei.
Die Essensplanung gefällt mir so noch nicht, weil ich am Anfang der Woche jeden Tag schon notieren muss, ohne zu wissen, wie viel da anfällt und wie viel Platz ich brauche. Hat jemand Tipps für mich?


Wer noch Inspiration für sein Bulletjournal braucht, sollte auf jeden Fall auf Pinterest und Instagram vorbei schauen. Wenn ich mir etwas Neues überlegt habe, was rein kommen soll, schau ich da als erstes, ob sich nicht schon jemand eine gute Umsetzung überlegt hat.

Sonntag, 6. März 2016

Vegan for fit - die ersten 2 Wochen

Eigentlich war meine Fastenzeit "nur" vegetarisch geplant. Irgendwie überkam es mich dann aber und ich habe mich dazu entschieden "Vegan for fit" auszuprobieren. Als Einstieg und um Vegan einfach mal auszuprobieren. Also 30 Tage lang keine tierischen Produkte, kein Zucker und kein Weißmehl.


Meine Erfahrungen aus Woche 1 und 2:

Was ich schon vorher oft gelesen habe, hat sich relativ schnell bestätigt. Attila's Rezepte kosten Zeit und sind vorbereitungsintensiv. Deswegen hab ich ziemlich schnell angefangen "freestyle" zu kochen. Und dabei ist mir aufgefallen, dass ich mich gar nicht so umstellen muss, auch vorher waren meine alltäglichen Gerichte schon oft ganz unbeabsichtigt vegan.


Vegan ist teuer. Aber nicht pauschal. Mein erster Einkauf mit so ein paar Basics, die Attila auch auf seiner Homepage angibt, ging ganz schön ins Geld. Mandelmus, Milchersatz, Vollkornmehl/reis, Quinoa und Agavendicksaft sind im ersten Moment teurer als die "tierischen" Äquivalente. Wenn man das aber alles mal zuhause hat, kauft man oft nur noch Gemüse dazu. Und Planung ist alles. So kann man auch große Packungen von Gemüse u.ä. kaufen und sie im Laufe der Woche sinnvoll verwenden. Am Ende der Woche ist veganes Essen dann tatsächlich nicht teurer.


Essen gehen ist eine Herausforderung. Aber mittlerweile bieten doch erstaunlich viele Restaurants vegane Gerichte an. Auf dem Land komm ich da trotzdem oft an Grenzen. In so einem Traditions-Wirtshaus gibt es ohne Fleisch schon kaum ein "richtiges" Essen (außer man isst einfach nur Beilagen), vegan bleibt einem da oft nur der Salat mit Essig und Öl.
Einladungen bei Bekannten/Freunden sind auch so eine Sache für sich. Man muss für sich persönlich entscheiden, ob man vorher sagen möchte dass man vegan isst und um etwas "extra" Zubereitetes bittet oder ob man es riskiert und auch hier nur Salat essen kann.

bisher mein Lieblings-Rezept - die Linsenbolognese
Vegan essen bietet immer Gesprächsstoff. Allein die Erwähnung, dass man jetzt vegan isst (und sei es auch nur zeitlich begrenzt) leitet das Gespräch immer in Richtung Ernährung und was da eigentlich mit unserem Essen alles passiert. Das kann dann schnell in die positive oder in die (sehr) negative Richtung gehen ("Wegen eurer Sojawürste wird der ganze Regenwald abgeholzt" - ja, danke für diesen Hinweis...). Dabei möchte ich niemanden missionieren, jeder kann so essen wie er möchte und ich möchte halt aktuell vegan essen. Trotzdem fühlen sich erstaunlich viele Menschen schnell dadurch angegriffen, dass man dezent darauf hinweist, dass man gerade vegan isst.

Insgesamt kann ich aber sagen, dass ich in den letzten zwei Wochen sehr gut gegessen habe. In der ersten Woche hatte ich das Gefühl dass sich mein Körper erstmal auf das vegane Essen einstellen muss, aber seitdem geht es mir sehr gut.
Den von vielen beschriebenen Wachheits-Kick kann ich bei mir bis jetzt noch nicht feststellen, ich hab eher das Gefühl, dass ich viel mehr schlafe als vorher (ich bin jetzt schon 3 Mal vor dem Fernseher eingeschlafen - das passiert mir sonst wirkliche NIE).
In der ersten Woche war ich auch noch sehr konsequent was Zucker und Weißmehl angeht, in der zweiten Woche hab ich das aber dank des Frauenleidens nicht mehr so gut hingekriegt. Das soll diese Woche auch wieder besser werden.

Veganes Sandwich "Hawaii" mit Ananas und Räuchertofu -
auch in der Kleinstadt gibt es ein veganes Restaurant :)

Samstag, 6. Februar 2016

Polar M400

Seit Februar 2015 trainiere ich mit einer Polar M400. Vorher hatte ich mal eine Pulsuhr von Aldi, die hab ich aber in der Bedienung einfach nicht verstanden. Und danach habe ich meine Workouts mit der App "Endomondo" getrackt. Da fehlte mir aber die Pulsmessung und da der Sport dann doch einen immer größeren Anteil meines Alltags ausgemacht hat, habe ich mich selbst mit einer Uhr belohnt.

Warum M400?
Mir war wichtig, dass ich sowohl gut Lauf-Workouts, als auch tägliche Aktivitäten tracken konnte. Mit GPS und "Aktivitätsmessung" gab es dann für mich nur die Polar M400. Ich mag es auch, dass man die Uhr per Bluetooth mit dem Handy verbinden kann und dort dann noch einmal eine grafischere Übersicht über die tägliche Aktivität bekommt.
Die Polar A360 gab es letztes Jahr noch nicht, sonst hätte ich die wahrscheinlich ausprobiert.


Was kann die Polar M400?
Das kann Polar wahrscheinlich selber am besten erklären:

Kosten?
Aktuell kostet sie bei Polar 159,95€ ohne Pulsgurt und 199,95€ mit Pulsgurt.

Zufrieden?
Ich bin sehr zufrieden mit der M400. Für mich hat sie alle Funktionen die ich brauche. Wahrscheinlich nutze ich aber tatsächlich nur einen Bruchteil. Der einzige Nachteil für mich ist die Größe. An einem Frauenhandgelenk sieht sie einfach relativ sperrig aus und fällt im Alltag natürlich immer auf. Wen das nicht stört, hat mir der Polar M400 einen tollen Alltagsbegleiter.

Freitag, 22. Januar 2016

Klausurenphase - ein kleiner Survivalguide

Eigentlich sollte ich gerade lernen. Eigentlich wollte ich aber auch einen Blogpost schreiben. Eigentlich wollte ich auch noch Sport machen. Wenn ich meine eigenen Tipps befolgt hätte, hätte ich das vermutlich alles auch geschafft.

1. Ziel
Setze dir selbst Ziele. Ein Großes ist wahrscheinlich das Bestehen des Studiums an sich. Um dieses Ziel zu erreichen braucht es kleinere Zwischenziele. Und die sollten am besten SMART formuliert sein. (Heutzutage kommt man ja um die SMART-Regel gar nicht mehr rum, deswegen erläutere ich das jetzt mal nicht)
Wenn man ein genaues Ziel vor Augen hat, ist das Motivieren auch viel einfacher.


2. Organisation & Zeitmanagement
Natürlich nichts Neues, aber ich für mich das Wichtigste.
Einen Plan schreiben und sich dann daran halten, funktioniert nur, wenn man genau weiß, welche Aufgaben zu erledigen sind und wie lange man dafür braucht. Es ist also sinnvoll direkt am Anfang des Semesters eine Übersicht zu schreiben, welche Klausuren, Präsentationen und Hausarbeiten anstehen. So schafft man es, dass man zusätzlich zum Lernstress am Ende des Semesters nicht auch noch 3 Hausarbeiten gleichzeitig schreiben muss.
Man kann dabei nach Noten oder Credit Points priorisieren. Also was ist mir am wichtigsten oder was ist für das Erreichen meines Ziels am Wichtigsten.



3. Motivation & Mitstreiter
Suche dir Mitstreiter, die in der gleichen Situation stecken wie du. Gründet eine WhatsApp/Facebook-Gruppe in der jeder schreibt, wenn er lernt und was er lernt. Du glaubst gar nicht, wie viel Druck aus so was entstehen kann.
Wenn dir das zu persönlich ist, kann man sich heutzutage auch sehr gut über Instagram, Pinterest oder sonstiges motivieren. Da ist die Gefahr aber natürlich immer groß hängen zu bleiben und nach 3 Stunden vor dem PC zu merken, dass man ja eigentlich lernen wollte.

Seiten auf denen ich meine Motivation oft wieder finde:
http://theorganisedstudent.tumblr.com/
https://de.pinterest.com/LilaLivesLife/productivity/

So, und jetzt geh ich weiter lernen :)

Dienstag, 12. Januar 2016

Meine Laufchroniken

Angefangen hat alles mit dem Plan den Weltkulturerbelauf 2013 in Bamberg mitzulaufen. 10,9km durch die Altstadt. Für das kleine Oberfranken ist das eine Riesenveranstaltung und ich wollte auch mal dabei sein, anstatt den Läufern immer nur zuzujubeln.
Laufen war ich vorher auch schon immer mal wieder, aber nie regelmäßig. Das kam dann erst mit "richtigen" Wettkämpfen. Wenn der Wettkampf im Nacken sitzt, geht man doch eher noch Laufen, als sich auf die Couch zu legen.
Mittlerweile macht es tatsächlich auch Spaß und wenn ich nicht laufen kann, werde ich ungenießbar. Hätte mir das jemand 2012 gesagt, hätte ich ihn ausgelacht.

2013

Weltkulturerbelauf Bamberg 2013 10,9km 1:10:24h


Volkslauf zuhause 2013 7km 0:40:00h 

2014

"Berglauf" zuhause 2014 7,4km 0:45:19h

2015 - bisher wohl mein "krassestes" Laufjahr

Osterlauf 2015 10km 0:56:33h 
Das erste Mal dass ich 10km unter 1 Stunde gelaufen bin. 
Für viele mag das nicht schnell sein, aber für mich war das unglaublich :)
Ein Beweis dafür, dass Intervall/Tempotraining und auch lange langsame Läufe tatsächlich was bringen - ich mag es ja meistens gar nicht glauben. Gerade langsame, lange Läufe machen mir einfach keinen Spaß und ich habe das Gefühl, ich wär rückwärts laufend schneller...

Weltkulturerbelauf 2015 10,9km 1:03:55h
Und da war ich dann richtig stolz -
im Vergleich sieht man, dass ich schneller geworden bin



Volkslauf zuhause 2015 7km 0:36:38h

Stadtlauf Norderstedt (Hamburg) 2015 10km 0:55:41h
Nicht nochmal wahnsinnig schneller, aber doch nochmal eine Minute
und da hatte ich mit dem "gezielten" Lauftraining eigentlich schon wieder aufgehört.


und jetzt kommt mein persönliches Highlight


Drei-Zinnen-Lauf Südtirol 17km 1350hm 3:09:40h


Das ich das geschafft habe, war wirklich mein größter Erfolg 2015.
Die Jahre vorher hatte ich immer nur anderen dabei zugesehen, wie sie diesen Berg hochgekraxelt sind (Laufen kann man das ab Kilometer 8 einfach nicht mehr nennen) und dann habe ich mich doch tatsächlich auch überwunden.



Das stolze Gefühl werde ich hoffentlich nie vergessen.
So lange man hochläuft ist man einfach nur von der Kulisse so eingenommen, dass man gar nicht so sehr merkt wie anstrengend es eigentlich ist. Im Ziel denkt man kurz "nie wieder" und nach 5 Minuten Erholung "jaaa - ich bin nächstes Jahr dabei"

natürlich mussten wir da oben noch ein bisschen rumposen ;)


Für 2016 sind noch keine Läufe fest geplant (außer in meinem Kopf der Halbmarathon), im Moment quäle ich mich beim Laufen sowieso nur mit relativ hohem Puls und wahnsinnig langsamen Tempo herum. Wahrscheinlich muss ich einfach warten, bis mein Körper die Erkältung wirklich weggesteckt hat.